Videoüberwachungsanlagen

Videoüberwachung als Objektschutz und wirtschaftlichen Mehrwert

Die einen sind dagegen, die anderen fordern sie: Videoüberwachung. Ob im öffentlichen Raum, an sensiblen Gebäuden oder im privaten Bereich, Videoüberwachung ist so allgegenwärtig wie kontrovers diskutiert. In der Industrie und den sogenannten kritischen Infrastrukturen ist sie unverzichtbar. Etwa um die Außenhaut eines Gebäudes besser abzusichern.

Vor der Auswahl der Technik steht immer die Bedarfs- und Risikoanalyse und die Bewertung der Risiken. Ob Wirtschaftsspionage, Einbruch, Sabotage oder Cyberangriff, sämtliche Bedrohungen werden im Rahmen eines Sicherheitskonzepts nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß eingestuft. Erst danach wählen Sie die einzelnen Technologien und Schutzmaßnahmen aus.

Die Videoüberwachung hat sich in vielen Bereichen hervorragend bewährt, aber nicht in allen Fällen ist sie als Schutzmaßnahme ideal. Etwa wenn ausreichend viele Kameras einen Gebäudekomplex überwachen, aber die Mitarbeiter fehlen um das Datenmaterial auszuwerten. Und dann sind da noch die Kosten. So enthalten die Angebote der Hersteller eventuell versteckte Kosten beispielsweise für das Verlegen der Kabel. Dazu kommen die meist unterschätzen Folgekosten für das Instandhalten und Warten der Anlage. Vor der endgültigen Auswahl sollte man sich also die Zeit für einen Vergleich nehmen.  

Wenn Sie sich für ein Kamerasystem entschieden haben, legen Sie als nächstes fest, was genau die Kameras überwachen und auswerten sollen:

  • Verkehrswege von Personen und Fahrzeugen
  • Gebäudezugänge
  • Gelände-Abgrenzungen (Perimeterschutz)
  • Gesichtserkennung

 

Wie Sie eine Videoüberwachungsanlage konzipieren und planen, das hängt von den strategischen und operativen Schutzzielen ab:

  • dem Wahrnehmen, Erkennen, Aufzeichnen von Gefahrensituationen
  • dem Erkennen von Regelabweichungen
  • dem Identifizieren von Personen über Bildvergleich und andere Identifizierungsmittel
  • der Überwachung

 

In diesem Beitrag finden Sie die 5-Schritte zu einer Videoüberwachung zusammengefasst.

Professionelle Systeme zur Videoüberwachung lassen sich zentral steuern und mit externen Systemen wie Gefahrenmeldeanlagen, Schutz- oder Gebäudemanagementsystemen verknüpfen. Welche Kameratechnik, ob Thermobild, Megapixel, 4K, HD oder andere für die einzelnen Anwendungsbereiche die richtige ist, entscheidet man besten nach einem Feldtest unter realen Umgebungsbedingungen.

Videoüberwachungsanlagen können aber noch mehr. Sie können Besucher/Käufer zählen, ihre Wege nachweisen oder Warenströme überwachen. Funktionen, die neben dem Objektschutz noch einen hohen betriebswirtschaftlichen Nutzen haben.

Management und Datenkomprimierung sind zwei der Schlüsselbegriffe bei der IP-basierten Videoüberwachung. Je nach Anzahl der genutzten Kameras kann es sinnvoll sein ein Video-Management-System einzusetzen. Selbst erfahrene Mitarbeiter im Leitstand schaffen es nämlich nicht verschiedene Kameras über mehrere Stunden in Echtzeit auszuwerten. Dabei hilft die automatische Videobildanalyse. Trotz Datenkomprimierung sollte man schon bei der Planung berücksichtigen wie man das enorme Datenvolumen auf das Notwendige begrenzen kann.

Und dann ist da noch der Datenschutz

Das Datenschutzgesetz sollten Sie von Anfang an beachten und den Betriebsrat möglichst frühzeitig einbinden beispielsweise um die Zugriffsrechte auf die Kameraaufzeichnungen festzulegen. Videoüberwachung einzusetzen stößt bei Mitarbeitern nicht unbedingt auf ungeteilte Zustimmung.

In diesem Beitrag 7 Gründe für die Videoüberwachung finden Sie Argumentationshilfen.

Ob Videoüberwachung und wenn ja, mit welchen technischen Mitteln und Auswertungsmethoden, das Mittel der Wahl für Ihr Unternehmen ist, dazu sprechen Sie am besten mit den Fachleuten von Concepture