Brandschutz für das digitale Rückgrat unserer Gesellschaft

IT-Infrastrukturen sind das digitale Rückgrat der Welt. Und das nicht nur bei der Unterhaltung, dem Fluss von Informationen oder dem Einkaufsverhalten der Menschen. Inzwischen sind auch die notwendigsten und grundlegenden Dinge auf IT-Infrastrukturen, wie beispielsweise Rechenzentren, angewiesen. Von der Versorgung mit Energie und Trinkwasser bis zur Belieferung der Supermärkte mit Lebensmitteln. Sogenannten kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind heute mehr denn je auf diese Kapazitäten angewiesen. Selbst die kürzesten Ausfallzeiten können beträchtliche Folgen haben.

Eine Bedrohung wie Feuer stellt dabei innerhalb der IT-Infrastruktur eine ernstzunehmende Gefahr dar. Selbst wenn die allgemein gültigen und anerkannten Schutzziele des Brandschutzes, wie eine möglichst frühzeitige Erkennung des Brandes in dessen Entstehungsphase, gegeben sind, müssen hier Besonderheiten beachtet werden. Ein IT-basiertes Brandschutzkonzept stellt nicht nur die Sicherheit der Mitarbeiter sicher, es sorgt für einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb und legt großen Wert auf die Schadensbegrenzung von kritischen IT-Systemen. Es sorgt somit bestenfalls dafür, dass IT für Kritis-Unternehmen rund um die Uhr verfügbar bleibt. 

Dabei ist all dies keine Empfehlung. Im IT-Grundschutzkatalog des BSI ist unter Punkt 1.A3 folgender Text zu finden: “Es MUSS ein IT-bezogenes Brandschutzkonzept erstellt und umgesetzt werden, das die fehlenden IT bezogenen Anforderungen aus der Bauordnung zum Brandschutz enthält.” Ein allgemeines Brandschutzkonzept reicht also nicht aus, um kritische IT-Infrastrukturen ausreichend abzusichern. Dazu sind Brandschutzkonzepte oftmals zu generisch und allgemein formuliert. Genau an diesen Stellen knüpft ein IT-bezogenes Brandschutzkonzept an.

Worauf wir bei der Planung unser Augenmerk legen:

Planerisches Augenmerk:

“Wie soll man denn auf so etwas kommen?” Das würden die meisten sagen, wenn man planerische Stolpersteine bei KRITIS offenlegt. Die Antwort ist aber denkbar einfach: Echte Fachleute kommen auf “so etwas”. Und zwar bereits in der Planungsphase, in der Sicherheits-Integration bei Planung und Errichtung und bei Schwachstellen- und Risikoanalysen. So ist es beispielsweise problematisch, ein Rechenzentrum mit Wärmedämmung aus Styropor “einzupacken”. Im Brandfall kann tropfender, brennender Abbrand sich im gesamten Gebäude (bspw. durch Lüftungskanäle) ausbreiten.

Augenmerk auf schonende Löschung:

Eine alte Weisheit unter Feuerwehrmännern und -frauen ist, dass es immer zwei Schäden an einem Brandereignis gibt. Zum einen der Schaden durch das Feuer selbst, zum anderen der Schaden durch die Löschmaßnahmen. Gerade bei empfindlicher elektronischer IT-Ausstattung. Es ist daher unerlässlich, Löschmittel und Technologien zu verwenden, welche den Datensystemen keinen Schaden zufügen. Eine Gaslöschanlage mit Silent-Nozzle-Technologie kann das gewährleisten, muss aber in der Gesamtkonzeption und dem Zusammenspiel der Sicherheitssysteme und dem allgemeinen Brandschutzkonzept sinnvoll geplant und integriert werden.

Koordinatorisches Augenmerk:

Zum optimalen Schutz von IT-Infrastrukturen ist ein koordiniertes Konzept aller Bestandteile von Sicherheit notwendig. Bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen müssen ineinander greifen. So nutzt die beste und widerstandsfähigste Tür zu einem Serverraum nichts, wenn es kein schlüssiges Zutrittskonzept gibt. Eine Notstromversorgung mittels Diesel-Generator ist nutzlos, wird dieser Generator nicht regelmäßig gewartet und versagt dann im entscheidenden Moment. Solche Verknüpfungen zu sehen und mit den Mitteln integraler Sicherheit zu berücksichtigen – darauf liegt unser Augenmerk.

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