Rauch-/Wärmeabzugsanlagen

Wie die Brandmeldeanlage, ist auch die Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) ein Teil der ganzheitliche Brandschutzlösungen für Gebäuden. In Sonderbauten sind, laut Bauordnungsrecht, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) gesetzlich vorgeschrieben.  In welcher Art und in welchem Umfang eine Rauch- und Abzugsanlage notwendig ist, beschreibt in der Regel das Brandschutzkonzept. Geplant werden RWA´s nach der DIN 18232.

Es gibt verschiedene Arten von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen:
  • natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA)

Thermisches Auftriebsprinzip, ohne maschinelle Unterstützung

  • maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA)

Rauch- und Wärmeabzug mit motorischem Antrieb (z.B. Rauchgasventilatoren)

  • Rauch-Differenzdruckanlagen (RDA)

(Mit Überdruck wird beispielsweise eine Treppenhaus von Rauch freigehalten)

  • Aufzugsschachtentrauchung (z.B. Feuerwehraufzüge)
  • Garagenentrauchung
  • Wärmeabzug (WA)

Eine Öffnung in der Wand oder in der Dachfläche die erst bei einer bestimmten Temperatur öffnet, beispielsweise durch abschmelzen von thermoplastischen Dachlichtelementen.

Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen können pneumatisch oder elektrisch angesteuert werden. Die Vor- und Nachteile dieser beiden verschiedenen Eigenschaften, können Sie im Blog nachlesen.

Alle Rauch- und Wärmeabzugsanlagen verfolgen die Schutzziele welche
  • die Selbstrettung von Personen ermöglichen, in dem Personen sehen und atmen können
  • die Fremdrettung erleichtern, in dem Rettungskräfte sehen und sich besser orientieren können
  • die Sachgüter oder für das Unternehmen wichtige Assets schützen, in dem Rauch nicht die anderen unbetroffenen Gebäudeabschnitte erreichen kann.
  • Betriebsausfälle vermeiden, in dem die Brandbekämpfung unterstützt wird und Rauch sich nicht weiter ausbreiten kann.

Wie bekannt, ist bei einem Brand in einem Gebäude ist nicht das Feuer das Gefährlichste, sondern die dabei entstehenden Brandgase bzw. der Brandrauch. Je nachdem was in einer  Nutzungseinheit brennt (Brandlast), entstehen verschiedene Brandgase, die zum einen ätzend für die Haut sein können, zum anderen lebensbedrohliche Verletzungen in den Atemwege verursachen. Das Hauptprodukt einer Verbrennung ist meistens Kohlenmonoxid (CO). Drei bis vier große Atemzüge des Stoffes CO reichen aus, um die Chancen, das Gebäude noch lebend zu verlassen, auf nahezu null Prozent sinken zu lassen.

Umso wichtiger ist es, dass Rauchgase aus Fluchtwegen schnell abgezogen werden.

 

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